Bewerbung

Das Auswahlverfahren

Corona

Aktuelle Informationen zum Auswahlverfahren

Corona kann es notwendig machen, das Auswahlverfahren 2021 zu verändern. Jegliche Änderungen werden wir rechtzeitig veröffentlichen; wir bitten daher alle Bewerberinnen und Bewerber, regelmäßig auf dieser Seite vorbeizuschauen, um den aktuellen Stand zu erfahren.

Voraussetzungen

Lust auf Journalismus!

Die Henri-Nannen-Schule lädt alle zwei Jahre zum Auswahlverfahren für den nächsten Lehrgang ein. In den vergangenen Jahren haben sich jeweils rund 1500-2000 Interessenten registriert. Das ist eine hohe Zahl – allerdings ist die Online-Registrierung schnell getan. In der nächsten Runde sinkt die Zahl deutlich, dann sind nur jene noch dabei, die es ernst meinen und die sich keinen spannenderen Beruf als den der Journalist*in vorstellen können.

Der Bewerbungsprozess beginnt mit einer dreimonatigen Registrierungsphase. Unmittelbar danach erhalten alle Teilnehmer die Themen zu Texten, die sie innerhalb von drei Wochen zu recherchieren und zu schreiben haben. Dieser Mühe unterziehen sich zwischen 350 und 500 Teilnehmer*innen. Die besten 70-80 von ihnen werden zu einer mehrtägigen Finalrunde nach Hamburg eingeladen. Die besten 18 Finalisten erhalten einen Platz an der Henri-Nannen-Schule.

Welche Voraussetzungen gibt es?
Alle Bewerber müssen die deutsche Sprache beherrschen, in Wort und Schrift. Ein abgeschlossenes Studium ist hilfreich, aber nicht zwingend. Besonders ermutigen wir junge Menschen mit Talenten und Neigungen, von denen der Journalismus mehr benötigt: Gründer und Unternehmer, Absolventen der Natur-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Menschen mit diversem Hintergrund, Innovations-Enthusiasten.

Wie viel journalistische Erfahrung erwarten wir?
Nun, Ihr Lebenslauf sollte zumindest Hinweise darauf enthalten, dass Sie nicht erst jetzt auf die Idee gekommen sind, „was mit Medien“ zu machen. Sie sollten also schon mal journalistisch gearbeitet haben. Es ist zweitrangig, wo und wie Sie das getan haben: ob für eine Schülerzeitung, als Praktikantin oder Praktikant in einer Redaktion oder mit einem eigenen Blog.

Was sollten Sie noch mitbringen?
Unbedingt: Neugier, Hartnäckigkeit und ein breites Allgemeinwissen. Es ist von Vorteil, wenn Sie die erweiterte Suche bei Google beherrschen und im Social Web nicht nur posten, sondern auch recherchieren können. Und es freut uns enorm, wenn Sie den Konjunktiv beherrschen.

Noch wichtiger allerdings sind uns Fähigkeiten, die schwer zu trainieren, aber von großem Vorteil sind für den Beruf des Journalisten: Intelligenz. Teamgeist. Moralische Integrität. Meinungsstärke. Humor und Sprachwitz. Kreativität und Ideenreichtum. Faktentreue und Unvoreingenommenheit. Und wenn Sie dann noch der Meinung sind, dass es kaum je spannendere Zeiten für den Journalismus gegeben hat als heute: Dann passen Sie zu uns!

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Vorrunde

Erste Eignungsprüfung

Nach der Registrierungsphase beginnt die dreiwöchige Vorrunde. In dieser Zeit schreiben die Bewerberinnen eine Reportage, mit der sie Themengespür, Recherchetalent, und Präzision der Sprache unter Beweis stellen. Ein zweiter, eher essayistisch angelegter Text soll uns etwas von ihrer Meinungsstärke und Kreativität verraten. Für jeden Text stehen mehrere Themen zur Auswahl.

Am Tag nach Ende der Registrierungsphase mailen wir allen registrierten Bewerberinnen und Bewerbern gleichzeitig unsere Themenlisten. Für Recherche und Schreiben der beiden Texte haben sie anschließend drei Wochen Zeit.

Knapp 20 erfahrene Redakteurinnen und Redakteure von Gruner + Jahr, dem Spiegel und der Zeit beurteilen die Texte. Die Juroren erfahren nicht die Autorennamen, alle Texte sind anonymisiert. In zwei Leserunden werden die 70-80 besten Autorinnen und Autoren bestimmt, sie erhalten eine Einladung für die Finalrunde.

In den vergangenen Jahren standen für die Reportage unter anderem diese Themen zur Wahl:

  • Ein Ort, vor dem viele Angst haben.
  • Glaubenssache: unter spirituellen (religiösen) Menschen.
  • Countdown!
  • Zu Besuch bei einer ziemlich seltsamen Veranstaltung.
  • Die Liebe des Lebens.
  • Neues wagen! Die Geschichte einer Veränderung
  • Wenn Krieg und Vertreibung im eigenen Wohnzimmer ankommen: Wie es ist, Geflüchtete aufzunehmen
  • Leben für die Landwirtschaft
  • Unter Aktivist:innen

Und dies waren die Themen für den essayistisch angelegten Text:

  • In vielen Ländern, auch in Deutschland, wählen junge Frauen deutlich häufiger linke, teils radikal-linke Parteien als junge Männer. Warum? Schreibe einen analytischen Kommentar.
  • Weltweit gibt es zunehmende Kritik an genderangleichenden Maßnahmen bei Jugendlichen, insbesondere an Pubertätsblockern und chirurgischen Veränderungen (Mastektomie u.a.). Sollten sie für Minderjährige generell verboten werden?
  • Die Wehrpflicht in Deutschland wieder einführen – ja oder nein?
  • Sollten die drei noch laufenden deutschen Atomkraftwerke weiterbetrieben werden?
  • Klage eines älteren Zeitungsredakteurs: „Früher schrieben wir über das, was Leser wissen sollten. Heute schreiben wir über das, was Leser lesen wollen. Wie dumm!“ Was halten Sie von der Aussage?
  • Sollten die drei noch laufenden deutschen Atomkraftwerke weiterbetrieben werden?
  • Klage eines älteren Zeitungsredakteurs: „Früher schrieben wir über das, was Leser wissen sollten. Heute schreiben wir über das, was Leser lesen wollen. Wie dumm!“ Was halten Sie von der Aussage?

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Finalrunde

Stressresistenz ist hilfreich

Die 60 – 70 besten Bewerberinnen und Bewerber laden wir ein, an der finalen, mehrtägigen Auswahlrunde in der Hamburger Verlagszentrale von Gruner + Jahr teilzunehmen. Es sind anstrengende, intensive Tage, an Schreibtischen in der Kantine – und draußen, am Ort der Reportage.

Am ersten Finaltag prüfen wir das Allgemeinwissen der Teilnehmer*innen mit Hilfe eines Wissenstests und eines Bildertests. Dann gilt es, uns in Textform eine journalistische Produktidee zu pitchen. Gut sechs Stunden stehen anschließend zur Verfügung, um eine Reportage zu recherchieren und zu schreiben. An den folgenden Tagen stehen für alle Kandidaten Auswahlgespräche mit rund zwölf  Leitenden Redakteuren der Verlage Gruner + Jahr, Spiegel und Zeit  sowie Dozentinnen und Absolventen der Journalistenschule an.

Wie in der Vorrunde finden auch die Prüfungen der Finalrunde in anonymisierter Form statt, einzige Ausnahme sind – logischerweise – die Auswahlgespräche. Die Ergebnisse der finalen Prüfungen werden unterschiedlich gewichtet; die meisten Punkte lassen sich bei Auswahlgespräch und Reportage erzielen. Die 18 Kandidatinnen und Kandidaten mit den höchsten Gesamtpunktzahlen erhalten einen Platz bei uns, ohne Rücksicht auf Geschlecht oder Gesinnung, Ausbildung oder Herkunft.

Der Schnitt zwischen dem 18. und 19. Platz ist natürlich hart und nicht frei von Zufällen, aber er ist unvermeidlich. Wir sind überzeugt, dass wir uns bei der Rekrutierung mehr Mühe geben, als dies im Berufsleben vielerorts üblich ist. Und vor allem gilt: Wir entscheiden nicht über die Befähigung zum Journalismus, sondern vergeben eine begrenzte Zahl von Ausbildungsplätzen nach bestem Wissen und Gewissen.

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Tests

Parcours für Wissen, Wesen und Fähigkeiten

Ja, unser berüchtigter Wissenstest ist schwierig. Allein entscheidend aber ist er nicht. Journalist*innen müssen so vielfältig sein wie die Welt, die sie beschreiben – weshalb wir uns ein umfassenderes Bild von Ihnen und Ihren Leidenschaften zu machen versuchen, so gut es geht im Rahmen eines Auswahlverfahrens.

Wissenstest

Politik, Klatsch, Kultur - und der Rest

Zum Wissenstest

Bildertest

Galerie der Prominenten

Zum Bildertest

Reportage

Thema finden, Menschen befragen

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Auswahlgespräch

20 Minuten können sehr lang sein

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FAQ

Häufig gestellte Fragen von Bewerbern

Was kostet der Besuch der Schule?

Der Unterricht ist kostenlos. Die Lehrgangs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer erhalten in den ersten sieben Monaten eine Ausbildungsbeihilfe in Höhe von 645 Euro/Monat. Während der anschließenden 17 Monate, die sie größtenteils in Praktika bei den drei Trägerverlagen verbringen, erhalten sie 1500 Euro/Monat. Zusätzlich ist eine finanzielle Unterstützung in Form von Stipendien möglich, wir helfen bei der Vermittlung. In manchen Lehrgängen hat die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler solch ein Stipendium erhalten.

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In wie vielen Redaktionen absolvieren die Nannenschüler ihre Praktika?

Die 24-monatige Ausbildung umfasst fünf Praktika. Eines bei einem tagesaktuellen Medium, also bei Zeitung, Nachrichtenagentur oder in einer Online-Redaktion, die weiteren vier in einer der zahlreichen Redaktionen und Ressorts der Trägerverlage der Schule, bei Gruner + Jahr, der Zeit und dem Spiegel.

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Bilden Sie ausschließlich den Nachwuchs für die Verlage Gruner + Jahr, Zeit und Spiegel aus?

Nein. Den Absolventen steht es frei, bei welchen Medien sie nach Abschluss der Schule tätig werden. Es gibt weder einen Job-Zwang noch eine Job-Garantie – aber die Breite der Ausbildung und der Ruf der Schule garantieren den Absolventen weiterhin überdurchschnittliche Startchancen in der Medienbranche.

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Gibt es eine Altersbegrenzung?

Die lange Zeit gültige Altersgrenze von 27 Jahren ist abgeschafft, gemäß den Bestimmungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes. Die Henri-Nannen-Schule fühlt sich auch weiterhin der Ausbildung des Nachwuchses verpflichtet, nicht der beruflichen Weiterbildung.

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Kann ich mich mehrfach bewerben?

Ja, das können Sie, so oft Sie mögen.

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Video über Finalrunde

„Es war stressig, hart und großartig“

Sie hatten Politik, Kultur und Klatsch für den Wissentest gebüffelt, Übungsreportagen geschrieben, das Auswahlgespräch trainiert. Dann begann der Showdown, drei Tage lang. Und vieles kam ganz anders

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